MÄNNLICHE VORSORGEUNTERSUCHUNGEN

Eine intakte Gesundheit ist der größte Wert in Ihrem Leben. Leider beschäftigt man sich häufig erst im Krankheitsfall mit dem Körper und dessen Signalen.
Vorsorgeuntersuchungen sind regelmäßige Untersuchungen, die eine Früherkennung von Erkrankungen, beispielsweise von Krebserkrankungen, auch ohne vorangegangene Beschwerden ermöglichen können. In vielen Fällen bestehen je nach Art der Erkrankung bei einer Diagnosestellung zu einem frühen Zeitpunkt gute Heilungschancen.

Neben der Leistungen der Krankenkasse bietet auch unsere Praxis sogenannte individuelle Gesundgehietsleistungen (IGeL) an, hierzu beraten wir Sie gerne persönlich.

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PROSTATAKARZINOM VORSORGE

Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes mit dem häufigsten Auftreten im sechsten Lebensjahrzehnt.

Die Erkrankung kann schon zu einem früheren Zeitpunkt entstehen, bei dem noch keine Beschwerden auftreten. Meist entstehen Beschwerden erst ab einem fortgeschrittenen Stadium. 

Ab dem 45. Lebensjahr wird Männern die urologische Vorsorgeuntersuchung zur Krebsfrüherkennung empfohlen, nach individuellem Risikoprofil (beispielsweise bei Erkrankung eines Bruders oder des Vaters des Betroffenen) schon ab dem 40. Lebensjahr.
Dabei wird eine körperliche Untersuchung der Geschlechtsorgane, der Prostata und der Leistenlymphknoten, ggf. Laborunteruntersuchungen (u.a. PSA-Wert) durchgeführt. Je nach Ergebnis können zur weiterführenden Diagnostik andere Untersuchungen notwendig werden.

Die Bestimmung des PSA-Wertes (PSA=prostataspezifisches Antigen) wird aktuell kritisch diskutiert und reicht allein zur Krebsvorsorge nicht aus. In der Regel ist der PSA-Wert bei Männern, die an einem Prostatakarzinom leiden, erhöht, jedoch können viele andere Faktoren den PSA-Wertes erhöhen (körperliche Anstrengung, Geschlechtsverkehr, gutartige Prostatavergrößerung).
Somit kann die Beurteilung einer alleinigen PSA-Erhöhung als fehlerbehaftet sein.

Die PSA-Bestimmung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur übernommen, wenn eine auffällige Tastuntersuchung der Prostata (DRU=digital rektale Untersuchung) vorausgegangen ist.
Die Zusammenschau der Untersuchungsbefunde und des individuellen Risikoprofils können jedoch trotzdem die Evaluation einer PSA-Bestimmung uns auch die Durchführung einer transrektalen Ultraschalluntersuchung (TRUS) zur Detektion suspekter Areale der Prostata indizieren, die, falls gewünscht,  dem Patienten als IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitseigenleistung) in Rechnung gestellt werden.

NIERENKREBS VORSORGE

Nierenkrebs tritt in Deutschland mit ca. 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr und zwischen dem 50. Und dem 70. Lebensjahr auf.
Auch bei Nierenkrebs bestehen meist keine Frühsymptome, erst in fortgeschrittenen Stadien bestehen Beschwerden.
Risikofaktoren sind Rauchen, langjährige Einnahme von Analgetika (Schmerzmitteln), Übergewicht und chronische Belastung mit Halogenkohlenwasserstoffen, Asbest, Cadmium (bspw. enthalten in Batterien).

Im Rahmen der Vorsorge können hier suspekte Befunde schmerzfrei durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren festgestellt werden.

Dies ist leider keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Sollte ein sonographisch auffälliger Befund erhoben werden sind weitere bildgebende Untersuchungen (CT, MRT) notwendig um die endgültige Diagnose zu stellen und entsprechende weitere Schritte einleiten zu können.

HARNBLASENKREBS VORSORGE

Die zweithäufigste Tumorerkrankung der Urologie ist das Harnblasenkarzinom. In zwei Dritteln sind Männer, in einem Drittel der Fälle sind Frauen betroffen.

In manchen Fällen tritt als Warnhinweis eine schmerzlose Hämaturie auf (Blutabgang beim Wasserlassen). Risikofaktoren für die Entstehung von Blasenkrebs sind Nikotinabusus (Raucher) und chronischer Kontakt mit chemischen Substanzen, wie Lacken, Teer, Lösungsmittel und Haarfarbstoffe (Maler, Schreiner, Chemiearbeiter, Frisöre).
Der Nachweis von Blut im Urin erfordert eine weitere Abklärung, meist durch die Durchführung einer Blasenspiegelung, die in unseren Praxisräumen unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden wird.

HODENKREBS VORSORGE

Erste Hinweise auf Hodenkrebs können eine einseitige schmerzlose Anschwellung oder Verhärtung des Hodens sein. Sollte der geringste Verdacht auf das Vorliegen eines Hodentumors bestehen, bedarf dies zwingend weiterer Abklärung.

Dringende Warnzeichen:
-tastbare, schmerzlose Verhärtung des Hodens
-Hodenschwellung oder Hodenschmerzen
-Schwellung oder Schmerzhaftigkeit einer oder beider Brustdrüsen

 

Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf können Rückenschmerzen auftreten, die durch eine Vergrößerung von Lymphknoten im Bauchraum hervorgerufen werden.

Das Auftreten solcher Beschwerden bedeutet nicht, dass Sie an einer Tumorerkrankungen leiden.

Viele Beschwerden können auch durch gutartige Erkrankungen wie beispielsweise einer Nebenhodenentzündung oder einer Hydrocele (Wasserbruch) hervorgerufen werden. 

Spezielle Früherkennungsuntersuchungen für Hodenkrebs gibt es derzeit noch nicht. Deshalb ist die regelmäßige Selbstuntersuchung und Vorsorge bereits in jungem Erwachsenenalter wichtig!

Wir beraten Sie hierzu gerne im persönlichen Gespräch.

Je eher Hodenkrebs erkannt wird, desto besser stehen die Behandlungs- und ggf. auch die Heilungschancen.

Sind Ihnen o.g. Veränderungen an Ihrem Hoden aufgefallen, bitten wir um sofortige

Vorstellung in unserer Praxis zur weiteren Abklärung. Es erfolgt eine genaue körperliche Untersuchung mit ausführlichem Tasten des Hodens und eine Ultraschalluntersuchung. Bei fortbestehendem Verdacht erfolgt die laborchemische Hormonbestimmung zur präoperativen Einordnung der Gewebsveränderung und die postwendende Überweisung in eine fachurologische stationäre Abteilung zur operativen Behandlung des Befundes. Je nach den postoperativen Befunden kann eine weitere onkologische Behandlung notwendig sein.